Fuelling Your Threshold Run | Endurance Kollective

So tanken Sie Ihren Threshold Run | Endurance Kollective

Die meisten Läufer machen denselben Fehler: Sie essen — oder essen nicht — auf die gleiche Weise vor jeder Einheit, unabhängig von der Intensität. Wenn Sie einen Grundlauf in Zone 2 absolvieren, ist dieser Ansatz in Ordnung. Aber wenn Sie kurz davor stehen, in den Schwellenbereich vorzustoßen, ist eine unzureichende Energieversorgung nicht nur ineffizient, sondern wirkt Ihren Trainingsanpassungen aktiv entgegen.

Hier erfahren Sie, warum sich Ihre Ernährungsstrategie ändern muss, wenn sich Ihr Training ändert.

Das Kernprinzip: Passen Sie Ihre Energieversorgung an Ihre Arbeitslast an

Kohlenhydrate sind nicht einfach nur „hoch“ oder „niedrig“ – sie müssen an die metabolischen Anforderungen Ihrer Trainingseinheit angepasst werden. Mit zunehmender Trainingsintensität steigt auch Ihre Abhängigkeit von Kohlenhydraten als Energiequelle. Je härter Sie laufen, desto mehr Glykogen verbrennen Sie.

Deshalb ist ein Tag in Zone 2 nicht dasselbe wie ein VO2max-Tag – und Ihre Ernährung sollte sie nicht so behandeln, als wären sie es.

Ihre Trainingszonen verstehen

Z2 Leichter Lauf Bei leichter, aerober Anstrengung (ungefähr 65 % des Schwellentempos) verbrennt Ihr Körper hauptsächlich Fett zur Energiegewinnung. Bei kürzeren Trainingseinheiten benötigen Sie möglicherweise überhaupt keine exogenen Kohlenhydrate. Bei längeren leichten Läufen sind je nach Dauer 40–60 g Kohlenhydrate pro Stunde erforderlich.

Z3 Tempodauerlauf Das Tempotempo erhöht Ihre Abhängigkeit von Glykogen. Die Richtlinien zur Energiezufuhr ändern sich hier: Für kürzere Tempoeinheiten ist keine Energiezufuhr erforderlich, aber mit zunehmender Dauer benötigen Sie möglicherweise bis zu 80 g Kohlenhydrate pro Stunde.

Z4 Schwellenlauf Hier wird der Unterschied am deutlichsten. Bei Schwellenintensität steigt Ihr Kohlenhydratbedarf stark an. Rechnen Sie mit 40–90 g Kohlenhydraten pro Stunde, abhängig von Dauer und Körpergewicht.

Reale Zahlen: Derselbe Läufer, unterschiedliche Energieversorgung

Beispiel 1 — 70-minütiger Lauf (60 kg Läufer, Schwellentempo: 4:16/km)

Z2 Grundlauf — 65% Schwelle (durchschnittlich 5:00/km) Z3 Tempodauerlauf — 100% Schwelle (durchschnittlich 4:16/km)
Keine Energiezufuhr – keine exogenen Kohlenhydrate erforderlich 40–60 g Kohlenhydrate pro Stunde (160–240 kcal/Std.)

Beispiel 2 — 2-Stunden-Lauf (80 kg Läufer, Schwellentempo: 4:16/km)

Z2 Grundlauf — 65% Schwelle (durchschnittlich 5:00/km) Z3 Tempodauerlauf — 80% Schwelle (durchschnittlich 4:30/km)
40–60 g Kohlenhydrate/Std. (200–240 kcal/Std.) 70–90 g Kohlenhydrate/Std. (280–360 kcal/Std.) – bis zu +30 g/Std. mehr

Was passiert, wenn Sie Ihre Intervalle unzureichend versorgen?

Eine Energiezufuhr unterhalb der Anforderungen Ihrer Zielintensität und -dauer kann reale Konsequenzen für Ihr Training haben:

  • Tempo und Leistung sinken während der Intervalle stark ab
  • Die Qualität der Intervalle verschlechtert sich – Sie lassen nach, bevor die Einheit beendet ist
  • Der empfundene Aufwand steigt für dasselbe Tempo
  • Die Erholung zwischen den Einheiten verlangsamt sich – Sie gehen bereits erschöpft in das Training des nächsten Tages

Das Fazit: Sie können die Fitness, für die Sie trainieren, nicht aufbauen, wenn Ihr Körper nicht den Treibstoff hat, um die Arbeit zu leisten. Eine unzureichende Energieversorgung begrenzt die Anpassung.

Die Quintessenz: Versorgen Sie sich für die Trainingseinheit, die Sie tatsächlich absolvieren

Zone 2 Tag? Versorgen Sie sich für Zone 2. Schwellen-Tag? Versorgen Sie sich für die Schwelle. VO2max-Einheit? Versorgen Sie sich entsprechend.

Ihre Ernährungsstrategie sollte so bewusst sein wie Ihr Trainingsplan. Wenn sich das Training ändert, sollte sich auch die Ernährung ändern. Richtiger Treibstoff, richtige Intensität, richtige Anpassung.

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